Wölfe verschlafen 1. Drittel in Kempten

Einen besonderen Schub gab den Kemptener Sharks offenbar die Freistellung ihres Trainers Martin Valenti, denn sie starteten wie die Feuerwehr. Tobias Epp (1.) und Eugen Scheffer (2.) legten mit zwei schnellen Toren vor, doch die Wölfe wurden nicht wachsamer, sondern machten weiter den Eindruck nicht ganz im Spiel zu sein. Anstatt dagegen zu halten und die Vorgaben von Trainer Andreas Nuffer umzusetzen, waren die Wörishofer immer einen Schritt zu langsam hinter den spritzigen Akteuren des ESC Kempten. Diese nutzten dann obendrein folgende unnötige Strafzeiten der Wölfe durch Tobias Epp (7. + 14.) eiskalt zur 4:0 Führung aus. Die umgehend genommene Auszeit der Gäste zeigte ihre gewünschte Wirkung gegen die Angriffe anzugehen und näher am Gegner zu bleiben um den Spielstand in die Pause zu retten.

Das zweite Drittel spielte sich zwar weiterhin in erster Linie vor dem Tor von Ercan Kumru ab, doch die Wölfe waren konzentrierter und ließen den Sharks nicht mehr den Raum für ihre Aktionen. Lediglich Nikolas Oppenberger (37.) platzierte die Scheibe gekonnt im Kreuzeck und ließ sich von knapp 300 Kemptener Fans feiern.

Auch nach der zweiten Pause ging es druckvoll im Drittel der Wölfe weiter, doch Ercan Kumru wehrte nicht nur einen Penalty der Sharks, sondern auch etliche weitere Möglichkeiten der Gastgeber geschickt ab. Der nächste Angriff, eingeleitet von Christoph Seitz über Marco Fichtl, wurde von Patrick Münch (43.) geschickt verzögert und Fabian Schütze im Kemptener Tor blieb keine Chance die Scheibe zu erwischen. Die Wölfe kamen besser ins Spiel und kämpften nicht nur gegen die Zeit sondern auch gegen eine gut eingespielte Kemptener Mannschaft. Mehr Schüsse auf den Kasten der Sharks hatte Andreas Nuffer offenbar gefordert, denn Fabian Schütze wurde immer mehr gefordert und beinahe von einem Weitschuss von Franz Schmidt oder einem Schlagschuss von Patrick Münch bezwungen. Es war für die Wölfe schließlich ein Kampf gegen die Zeit und am Ende gelang David Hornak, nach seinen drei Vorlagen, ein Konter durch Zuspiel seines Kollegen Adrian Kastel-Dahl um in der letzten Minute den Schlusspunkt zum verdienten 6:1 zu setzten.

Der spielfreie Sonntag wird den Wölfen nun genug Zeit zum Nachdenken und zur Vorbereitung auf das Rückspiel am kommenden Freitag in der heimischen Bad Wörishofer Arena für eine Revanche geben.

Strafen:

ESC Kempten 8

EV Bad Wörishofen 12