Wölfe müssen sich erst im letzten Drittel gegen Trostberg geschlagen geben

Im ersten Play Down Finale der Landesliga reisten die Wörishofer Eishockeycracks mit sechs Nachwuchsspielern am Samstag, einem für die Senioren ungewöhnlichen Spieltag, der erst am Montag dieser Woche bekannt wurde, nach Waldkraiburg. Denn zu der langen Verletztenliste der Wölfe kamen auch noch Absagen einiger Spieler, genauso wie von Trainer Andreas Nuffer, aus beruflichen Gründen. Gegen den Tabellenneunten TSV Trostberg aus der Vorrunde der anderen Landesliga Gruppe stand die Begegnung im Waldkraiburger Stadion an, da in Trostberg bereits kein Eis mehr zur Verfügung steht.

Die gut 350 Zuschauer sahen eine schnelle, harte, aber faire Partie. Die Wölfe wirkten zwar optisch unterlegen, setzten jedoch alles daran um gegen fünf Kontingentspieler und einige „alte Hasen“ bei den Trostberger Chiefs zu bestehen. Co Trainer Stefan Kujan wurde an diesem Abend von Robert Macht, Trainer der U20 Junioren Bayernliga, unterstützt und der Matchplan ging zwei Drittel lang gut auf. Die Trostberger hatten zwar deutlich mehr Möglichkeiten im ersten Spielabschnitt und stocherten die Scheibe auch nach der Hälfte der Spielzeit durch die Schoner von Andreas Nick, doch die Schiedsrichter hatten vorher bereits abgepfiffen. So ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels handelten sich die Trostberger ihre erste Strafe ein und zwei gute Möglichkeiten von Dustin Vycichlo wehrte Dax Deadrick im Tor der Chiefs noch ab, bis Lukas Oppolzer nach zwei Abprallern Franz Schmidt (23.) die Scheibe auf den Schläger legte, die er ins freie Tor schob. Die Gegner wirkten im weiteren Verlauf unsicher und die Wölfe hatten weitere Möglichkeiten, doch auch ein Pfostenschuss von Dominic Weiß brachte keine weiteren Treffer. Andreas Nick zeigte in der Partie seine ganze Erfahrung und hielt das Team im Spiel. So überstand die Mannschaft auch zwei weitere Powerplays der Trostberger und es blieb bei der Führung von 1:0 für die Wörishofer bis zur nächsten Pause.

Trainer Heinz Feilmeier reagierte mit der Umstellung auf nur noch zwei Reihen, um das Spiel zu drehen, und sein Plan sollte aufgehen. Die Chiefs machten mehr Druck und die Kraft der Wölfe ließ langsam etwas nach. So gelang Dominik Tobola (43.) der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Für die Gäste gab es dann die nächsten beiden Strafen, die Antonin Jelinek (46.) und Dominik Tobola (47.) etwas zweifelhaft zur 3:1 Führung nutzten. Die Wölfe reklamierten zwar beide Male auf Torraumabseits, aber die Schiedsrichter sahen die Situationen anders. Nachdem das Trainergespann ihre Auszeit genutzt hatte, um auch die Reihen etwas zu verändern, kam wieder mehr Ruhe ins Spiel der Wölfe. Marco Fichtl (49.) nutzte das Zuspiel von Franz Schmidt und Lukas Oppolzer für einen Konter und verwandelte zum Anschlusstreffer. Mit nur zwei Reihen auf beiden Seiten, waren aber letztlich die Trostberger im Vorteil und erhöhten noch mit Milan Blaha sen. (54.) und Florian Schwabl (57.) zum 5:2 Endstand.

Ein besonderes Lob der Trainer galt den Nachwuchsspielern, musste doch deren eigene Partie gegen den TSV Peissenberg zugunsten dieser Begegnung abgesagt werden. Allesamt zeigten sie eine hohe Laufbereitschaft und Kampfgeist, hatten doch zwei von Ihnen Ihren ersten Einsatz bei den Senioren.

Die zweite Begegnung in der Wörishofer Arena muss bereits am folgenden Tag ausgetragen werden und auf der Homepage der Chiefs ist die mögliche dritte Partie für Freitag 15.3.2019 um 20:00 Uhr angekündigt.

 

Strafzeiten:

TSV Trostberg 4

EV Bad Wörishofen 10