Wölfe gegen SC Reichersbeuern – 23.10.2020

(Romy Busch)

Am vergangenen Freitag stand für die Wölfe das zweite Punktspiel gegen den SC Reichersbeuern in Bad Tölz auf dem Spielplan. Noch immer fehlen dem Wörishofer Kader krankheits- und verletzungsbedingt einige Spieler – darunter auch Neuzugang Daniel Vlach – sodass sich der EVW mit lediglich elf Feldspielern den bisher sehr starken Reichersbeurern stellen musste.

Wie gewohnt startete der Gastgeber mit mächtig Druck, wodurch es nicht lange dauerte, bis das Netz der Wölfe zum ersten Mal zappelte: Peter Fischer (Paul Stauffert) traf nach gerade einmal 55 Sekunden zum 1:0. Auch in den folgenden Minuten hatten die Wölfe – die wie in den letzten Begegnungen eher schleppend ins Spiel fanden – dem SCR wenig entgegenzusetzen. Maximilian Huber (Lukas Harrer – Tobias Reiter) erhöhte zwei Minuten später zum 2:0, in der 6. Spielminute stand es nach einem weiteren Tor durch Andreas Andrä (Patrick Wallleiter – Valentin Friedl) bereits 3:0. Noch drei weitere Male musste EVW-Schlussmann Ercan Kumru im ersten Spielabschnitt hinter sich greifen: Paul Stauffert (Tobias Reiter – Andreas Andrä) netzte zum 4:0 ein (14. Minute), ehe Daniel Walter (Benedikt Scholz – Andreas Andrä) und nochmals Paul Stauffert (Michael Glattenbacher) die Schwächen der Wörishofer Defensive im Doppelschlag zum 5:0 (17.) bzw. 6:0 (18.) ausnutzten. Kurz vor der ersten Pause gelang dem EVW doch noch ein kleiner Lichtblick: Auf Zuspiel von Simon Steiner und David Vychiclo lenkte Michal Horký den Puck zum 6:1 und seinem ersten Saisontor in die Reichersbeurer Maschen (19. Spielminute).

Trotz des unnötig hohen Pausenstands ließen die Wölfe nicht die Köpfe hängen und kamen im zweiten Drittel mit mehr Konsequenz in der Defensive endlich besser ins Spiel. Durch zwei Unaufmerksamkeiten auf Wörishofer Seite erzielten zwar Peter Fischer und Michael Glattenbacher (Peter Fischer – Florian Barein) in der 22. bzw 25. Spielminute das 7:1 und 8:1. Dennoch gelang es den Wölfen in der zweiten Drittelhälfte zum ersten Mal, den Reichersbeurern, die ihrerseits deutlich Tempo herausgenommen hatten, ihr Spiel aufzuzwingen.

Im Schlussdrittel knüpften die Wölfe an ihre Leistung aus dem mittleren Abschnitt an und hielten das Tempo weiterhin hoch. Mit schwindenden Kräften des dezimierten Kaders kassierte der EVW allerdings die ein oder andere Strafzeit und somit Unterzahlsituation, die Valentin Friedl (Lukas Harrer – Tobias Reiter) in der 49. Spielminute zum 9:1 ausnutzte. Die Bemühungen der Wörishofer, die Scheibe doch noch einmal über die Reichersbeurer Torlinie zu bringen, scheiterten dagegen an der starken Verteidigung ihrer Gastgeber, sodass es beim 9:1-Endstand blieb.

Somit gehen die drei Punkte mehr als verdient an den SC Reichersbeurern, der mit deutlicher Überlegenheit besonders im ersten, spielentscheidenden Drittel die Fehler seiner Gäste konsequent ausgenutzt hatte. Nach einem schwachen Start gelang es den Wölfen erneut erst im zweiten Drittel, ihren Gastgebern etwas entgegen zu setzen. Leider mussten sich nach der Begegnung zwei weitere Wörishofer in den Krankenstand verabschieden: Der junge Stürmer Gianluca Barnes verletzte sich während des Spiels am Unterkörper, während Tscheche Michal Horký ein Rückenproblem auszukurieren hat. „Wir hoffen, dass in der kommenden Woche der ein oder andere Spieler aus dem Lazarett zurückkehren wird“, so Trainer Frank Kozlovsky. Nachdem das Sonntagsspiel in Burgau aufgrund eines Corona-Falls bei den Eisbären abgesagt werden musste, findet das nächste Spiel der Wölfe erst am kommenden Freitag zuhause gegen den EV Germering statt – hoffentlich mit besser gefüllter Spielerbank.

 

Strafzeiten:

SC Reichersbeuern: 2 Minuten

EV Bad Wörishofen: 12 Minuten