Wölfe vs. ESV Buchloe – 26.09.2021

Erfolgreich trotz Niederlage

(Romy Busch)

Die Wölfe stecken weiterhin mitten in der Vorbereitung zur Landesliga-Saison 2021/22, die in dieser Saison ein wenig anders ausfällt in den bisherigen Saisons – was nicht zuletzt an den neuen Gesichtern in der Vorstandschaft, besonders aber dem neuen Trainer Markus Kiefl liegt, die gemeinsam für frischen Wind im Traditionsclub sorgen. Mit zehn Spielen gegen Teams unterschiedlicher Ligen und möglichst vielen Eiseinheiten versucht der neue Coach, seinen Kader für den Punktrundenstart am 15. Oktober fit zu machen. „Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung bin ich zufrieden“, spricht der neue Leitwolf, „auch wenn es noch viel zu tun gibt.“ So ist für seine Jungs alles andere als Entspannung angesagt: Im Rahmen eines Trainingslagers am vergangenen Wochenende wurden ganze fünf Trainingseinheiten absolviert, auch Trockentraining und ausführliche Videoanalysen aus den bisher absolvierten Spielen standen auf dem Programm der ersten Mannschaft.

Zum Abschluss des Trainingslagers durften sich die Wölfe am vergangene Sonntag in einem weiteren Lokalderby behaupten. Dieses Mal kamen die Nachbarn aus Buchloe in die Kurstadt, um die Wölfe zu testen – auch wenn ursprünglich ein anderer Gegner geplant war als die Gennachstädter, die zur Saison 2020/21 in die Bayerliga aufgestiegen sind. Mit einem konstant gefährlichen Kader, der zur kommenden Saison nochmals verstärkt wurde, reisten die „Pirates“ zu ihrem ehemaligen Ligakonkurrenten: Mit dem Tschechen Michal Petrak und den Brückner-Brüdern sind drei weitere Top-Stürmer in das Team von Headcoach Christoph Lerchner eingezogen.

Wie erwarten kamen die Buchloer sehr angriffslustig aus der Kabine und setzten ihre Gastgeber von Beginn an mächtig unter Druck. In den ersten Spielminuten rettete zunächst der Pfosten die Wölfe vor einem frühen Rückstand. Trotz aller Bemühungen in der Abwehr, der Sturmflut ihres Gegners Widerstand zu leisten, brachte Peter Brückner die Scheibe in der 8. Minute mit einem schönen Schuss im EVW-Netz unter und die Piraten damit in Führung. Auch von einem weiteren Treffer durch Maximilian Schorer zum 0:2 (14.) ließen sich die Wölfe jedoch nicht beirren, fanden gegen Drittelende etwas besser ins Spiel hinein und konnten sogar einige vorsichtige Offensivaktionen zeigen.

Im mittleren Spielabschnitt zeigten die Kabinenansprache und taktischen Anweisungen des Trainers Wirkung. Die Wölfe ließen sich weniger ins eigene Drittel drängen, trauten sich mehr an die Gegenspieler und die Zweikämpfe heran. Im Drittel der Buchloer fand nun deutlich mehr statt als zu Spielbeginn und es gelang dem EVW besser, die gegnerischen Verteidiger im Aufbau zu stören – bis sie in der 27. Minute in Unterzahl einen weiteren Dämpfer hinnehmen mussten: Mit einem satten Schuss ließ Alexander Krafczyk (Michal Petrak – Peter Brückner) dem EVW-Goalie Ercan Kumru keine Chance und baute die Führung des ESV zum 0:3 aus. Trotz der deutlichen Überlegenheit der Gäste gaben die Wölfe allerdings nicht auf und erarbeiteten sich mühsam die ein oder andere Torchance. So auch Michal Horký, der in des Schlusssekunden des zweiten Drittels im Alleingang vors Tor der Buchloer kam, dort aber am ehemaligen DEL2-Torhüter Johannes Wiedemann scheiterte.

Auch im Schlussdrittel ließ der EVW nicht locker, zwei weitere Chancen von Alexander Schönberger wurden jedoch wiederum vom Schlussmann der Piraten abgeblockt. Die Buchloer legten selbst zwar mit zunehmender Härte alles daran, die Führung weiter auszubauen, verzweifelten dabei aber entweder am Aluminium oder am bestens aufgelegten Ercan Kumru, der selbst im Penalty Killing jeden Torschuss parierte und trotz des 0:3-Endstands als bester EVW-Mann das Eis verließ.
Obwohl der Sieg verdient an die Piraten ging, gibt sich Markus Kiefl mit der tapferen Leistung seiner Wölfe, die sich 60 Minuten lang nicht von einer deutlich überlegenen Mannschaft unterkriegen ließen, zufrieden. „Für mich fühlt es sich wie ein Sieg an“, lobt der Coach seine Jungs, „wir hatten an diesem Wochenende 5 Eistrainings hinter uns, waren jeden Tag 12 Stunden im Stadion und haben am Ende gegen einen Bayernligisten knapp verloren. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und alles gegeben. Wir sind unserem Konzept treu geblieben und haben uns nicht hinten reingestellt. Ich bin stolz auf das Team.“

Gleich am Freitag (1.10.2021, 20 Uhr) steht der nächste Test für die Wölfe gegen die SC Forst Nature Boyz an, die im ersten Vorbereitungsspiel der beiden Teams noch den Sieg holten. Am Sonntag (3.10.2021, 18 Uhr) geht es für die Wölfe dann mit dem siebten Testspiel in Sonthofen weiter.

Strafzeiten:
EV Bad Wörishofen: 10 Minuten
ESV Buchloe: 4 Minuten