Wölfe vs. EV Fürstenfeldbruck Crusaders (8.10.2021) und vs. EV Dingolfing Isar Rats (10.10.2021)

Insgesamt geglückte Generalprobe für den EVW

(Romy Busch)

Zum vorletzten Vorbereitungsspiel der Wölfe traten am vergangenen Freitag nochmals die Crusaders aus Fürstenfeldbruck die Reise in die Kurstadt an. Vor dem Hintergrund des ersten Vorbereitungsspiels gegen den EVF, das die Wörishofer mit einem mühsamen 6:4-Sieg für sich entscheiden konnten, rechnete der EVW-Coach Markus Kiefl nochmals mit einer sehr körper- und kampfbetonten Partie. Für beide Mannschaften sollte dieses Freundschaftsspiel außerdem eine Generalprobe für den Punktrundenstart am kommenden Freitag (15.10.) darstellen, bei dem sie sich erneut gegenüberstehen werden.
Verglichen mit den vergangenen Spielen starteten die Wölfe deutlich selbstbewusster und druckvoller aus der Kabine und erarbeiteten sich schnell einen spielerischen Vorteil. Nur 95 Sekunden zählte die Uhr, als der EVW ein erstes Mal jubeln durfte: Alexander Schönberger brachte die Scheibe auf einen Doppelpass mit Patrick Münch, der nach zweijähriger Eishockey-Abstinenz nun sein erstes Spiel bestritt, im langen Eck des EVF-Tors unter. Die läuferische sowie spielerische Überlegenheit der Wölfe zog sich trotz einiger Unterzahlsituationen durchs gesamte erste Drittel, sodass sich den Crusaders kaum nennenswerte Torchancen boten. Während die Defensive wenig zuließ, konnte auch das tschechische Stürmerduo des EVW im ersten Spielabschnitt zwei Mal zuschlagen: durch hervorragende Zusammenarbeit mit Michal Horký erhöhte Michal Telesz auf 2:0 (13.) und 3:0 (18.).
Im zweiten Drittel kam auch Fürstenfeldbruck merklich besser ins Spiel, während die Laufbereitschaft der Wölfe kurzzeitig ein wenig nachließ. Wie im ersten Spielabschnitt verbrachten die Wörishofer unnötig viel Zeit auf der Strafbank und standen zeitweise in doppelter Unterzahl auf dem Eis, was Philipp Brunenberg (Manuel Deml) in der 30. Spielminute zum 3:1-Anschlusstreffer nutzte. Aus dem eigenem Powerplay heraus gelang dem EVW erneut kein Tor, allerdings legte EVW-„Oldie“ Andreas Walther sogar im Penaltykilling mit einem herausragenden Alleingang zum 4:1 (32.) nach: Im Aufbau der Fürstenfeldbrucker nahm er einem Verteidiger der Crusaders die Scheibe ab, zog vors Tor und ließ dem EVF-Torhüter mit einem gekonnten Rückhandschuss keine Chance.
Auch im Schlussdrittel behielten die Gastgeber die Oberhand und ließen den Fürstenfeldbruckern wenig Freiraum. Zum 5:1-Endstand konnte nochmals Michal Telesz in der 51. Spielminute erhöhen – von der eigenen blauen Linie aus passte Kilian Weidinger zum laufstarken Stürmer, der die Verteidigung des EVF geschickt austrickste und mit der Rückhand seinen Hattrick vollendete.
Der hohe Sieg ging somit wohlverdient an die Wölfe, die in dieser relativ einseitigen Partie deutlich die Herren im Ring und auch defensiv hellwach waren – nicht zuletzt parierte Goalie Ercan Kumru die wenigen Schüsse, die dennoch aufs Wörishofer Tor kamen. Im Fünf-gegen-fünf hatten die Crusaders – wohl auch wegen ihres geschwächten Kaders – keinen Auftrag, allerdings kritisierte EVW-Coach Markus Kiefl abermals die vielen Strafzeiten seiner Mannschaft. „Auch das Powerplay hat heute gar nicht funktioniert“, merkt er an, „aber sonst bin ich in der Summe mit unserer Generalprobe durchaus zufrieden.“ Leider hatte sich der EVF-Stürmer Frederik Hoffmann bereits im ersten Drittel nach einem Zweikampf verletzt – der EVW wünscht dem Mannschaftskapitän eine gute und schnelle Genesung.

Am Sonntag stand für die Wölfe noch das letzte Vorbereitungsspiel gegen die Isar Rats aus Dingolfing an, hier musste Markus Kiefl jedoch auf einen Großteil seines Kaders verzichten und mit lediglich zehn Feldspielern, davon zwei Verteidigern, gegen die starken Landesligisten der Nord-Gruppe antreten. Dennoch gelang es den hochmotivierten Wölfen, in den ersten beiden Dritteln ihren Gegnern größtenteils Paroli zu bieten, Franz Schmidt (4., Fabian Staib – Anton Hanke) und Michal Horký (21., Andreas Walther – Gianluca Barnes) erzielten im Powerplay auch zwei Tore für den EVW. Nach einem harten, unfairen Check gegen den Wörishofer Stürmer Leonard Gutsche in der 35. Minute musste dieser bei einem Stand von 4:2 verletzt vom Eis und die Wörishofer fortan mit 9 Mann den aggressiven und dynamischen Niederbayern entgegenstehen. Ein für den EVW sehr unglückliches Tor der Isar Rats zu Beginn des Schlussdrittels, bei dem die Scheibe vom Bandenglas abprallte und über den Rücken des EVW-Torhüters Ercan Kumru ins Netz gelang, markierte dann endgültig den Wendepunkt des Spiels. Insgesamt elf Gegentore mussten die Wölfe letztendlich hinnehmen (Endstand 11:2, Drittelergebnisse: 3:1, 2:1, 6:0); ihre Einstellung und Kampfgeist, den widrigen Umständen zum Trotz, wurden von Trainer Markus dennoch gelobt. „Mit dem heutigen Ergebnis war leider aufgrund der vielen Ausfälle im Vorfeld zu rechnen, für mich war das Spiel am Freitag deshalb die Generalprobe für die Landesligasaison. Die Vorbereitung ist jetzt Geschichte, nun muss jeder einzelne seine Leistung zu 120% abrufen, wenn uns der Saisonstart am kommenden Freitag gelingen soll.“ Auch dem verletzten Leonard Gutsche wünscht das EVW-Team eine gute Besserung und schnelle Rückkehr aufs Eis.

Strafzeiten im Spiel gegen Fürstenfeldbruck:
EV Bad Wörishofen: 16 Minuten
EV Fürstenfeldbruck: 8 Minuten

Strafzeiten im Spiel gegen Dingolfing:
EV Bad Wörishofen: 6 Minuten
EV Dingolfing: 16 Minuten