Wölfe gegen EV Fürstenfeldbruck Crusaders – 31.01.2020

(Romy Busch)

 

Am vergangenen Freitagabend stand für die Wölfe das Rückspiel gegen den EV Fürstenfeldbruck auf dem Plan. Nachdem der EVW beide Hauptrundenspiele für sich entscheiden konnten, ging der Sieg im Hinspiel vor drei Wochen mit 6:0 klar an die Crusaders.

Entsprechend angespannt starteten die Wörishofener in ihr fünftes Abstiegsrundenspiel, fanden jedoch nicht so in ihre Rolle, wie sie es sich vorgenommen hatten. So landete die Scheibe nach nur 18 Sekunden Spielzeit im Netz der Hausherren: Joshua Cmarits (Kevin Melcher – Frederik Hoffmann) erzielte die frühe 0:1 – Führung für die Crusaders. Zwar gelang Franz Schmidt auf Zuspiel von Patrik Janac und Andreas Walther in der vierten Minute und doppelter Überzahl der Ausgleich, oft waren die Wölfe jedoch zwei Schritte zu langsam und nicht konsequent genug an ihren aggressiven Gegnern, die das Spiel im ersten Abschnitt klar dominierten. Noch vor dessen Ende erhöhten Marc-Kevin Stroscher (Sebastian Ehrmann – Alexander Gruhler) in der 18. und kurz darauf Frederik Hoffmann (Philipp Steidle) in der 19. Spielminute die Führung der Gäste auf 1:3.

Die erste Pause tat den Wölfen sichtlich gut, mit konstanterer Leistung und besser auf ihre Gegner eingestellt hielten sie das Spiel im 5 gegen 5 auf Augenhöhe sowie dem Druck der Crusaders in – zeitweise doppelter – Unterzahl gut Stand. Obwohl sie sich durch einen nun weniger komplizierten Aufbau einige Chancen erarbeiten konnten, fehlte es oft auch am Glück, um diese Chancen in Treffer zu verwandeln und das Spiel zu drehen. Während die Wörishofener Defensive sowie Torhüter Ercan Kumru einige Angriffe der Fürstenfeldbrucker entschärfen konnte, nutzte dennoch Benedikt Pfeil (Frederik Hoffmann – Titzian Ravensberger) in der 25. Spielminute einen Unachtsamkeitskonter, um die Führung des EVF auf 1:4 auszubauen.

Im letzten Drittel versuchte der EVW, die Crusaders durch mehr Druck zu Fehlern zu bringen, die insgesamt fünf Strafzeiten für die Hausherren kamen ihnen allerdings mehrmals dazwischen und sorgten zusammen mit drei Strafzeiten gegen Fürstenfeldbruck für einen zerfahrenen Spielverlauf im dritten Abschnitt. In der 42. Spielminute brachte Patrik Janac die Wölfe auf Zuspiel von Christoph Heckelsmüller und Andreas Walther mit 2:4 an den EVF heran, in der 49. Spielminute erhöhte Marc-Kevin Stroscher (Sebastian Ehrmann) ebenfalls mit einem Powerplay – Treffer aber wieder auf 2:5. Nach einem erfolgreichen Alleingang von Christoph Heckelsmüller in Unterzahl zum 3:5 in der 50. Spielminute, erzielte Alexander Gruhler (Benedikt Pfeil – Marc-Kevin Stroscher) in der 53. Minute mit einem weiteren Überzahltor das 3:6. Die Wölfe gaben sich trotzdem nicht geschlagen: Auf einen Pass von Alexander Schönberger verwandelte Johannes Scheitle nur 38 Sekunden später den 4:6 – Anschlusstreffer. Aufgrund des knappen Spielstandes entschloss sich Trainer Frank Kozlovsky vier Minuten vor Schluss, den Torhüter vom Eis zu nehmen und somit den Druck auf Fürstenfeldbruck zusätzlich zu einer doppelten Überzahl der Wölfe nochmals zu erhöhen. In den folgenden Minuten verließ die Scheibe kaum das Drittel der Gäste, die Crusaders scheuten allerdings keine blauen Flecken und warfen sich in jeden Schuss.  So gelang den Wölfen trotz zwischenzeitlicher 6-gegen-3  und 6-gegen-4 – Situation kein Tor, der EVF musste jedoch nach einer Auszeit den Torhüter wechseln. Erst drei Sekunden vor der Schlusssirene konnte nochmal Franz Schmidt auf Zuspiel von Patrik Janac und Maxim Wilaschek noch das 5:6 erzielen.

Neben den spielentscheidenen Strafen hat den Wölfen in diesem Spiel mit Sicherheit auch das letzte Quäntchen Glück gefehlt, um den Sieg oder zumindest die Overtime und damit wenigstens einen Punkt zu erreichen. Zwar steigerte sich die Mannschaft von Drittel zu Drittel und zeigte gerade im letzten Abschnitt starke Momente, allerdings verhinderte der starke kämpferische Einsatz der Crusaders die Verlängerung, sodass die Fürstenfeldbrucker mit drei wohlverdienten Punkten im Gepäck die Heimreise antreten konnten. Für den EVW geht somit der Kampf um den Klassenerhalt am kommenden Sonntag in Reichersbeuern weiter.

Strafzeiten:

EV Wörishofen: 20 Minuten

EV Fürstenfeldbruck: 16 Minuten