Wölfe ergattern nach Aufholjagd nur einen Punkt

Erst im Penaltyschießen entscheidet sich die spannende Partie gegen die Falcons aus Pfronten am Tag vor Heilig Abend.

Nach einem verschlafenen Start in der Wörishofer Arena lagen die Wölfe bereits mit drei Toren von Sebastian Weixler (4.), Benjamin Gottwalz (5.) und in Überzahl durch Ladislav Hruska (6.) im Rückstand bis wirkliche Gegenwehr zu erkennen war. Auslöser für die Unkonzentriertheit war ein vorausgegangener ungeahndeter harter Bandencheck gegen Kapitän Patrick Münch, der sich in der Kabine behandeln lassen musste. Erst nach der Entwarnung, über eine vermutete schwerere Verletzung, und die genommene Auszeit fanden die Mannen um Andreas Nuffer wieder besser ins Spiel. Vorbildlich verwandelte Alexander Schönberger (17.+18.) zunächst mit einem Schlagschuss von der blauen Linie und kurz darauf nach einem Traumpass, jeweils bedient durch Dustin Vycichlo, seine Chancen zu 100 Prozent. Dem nicht genug, setzte Christoph Seitz sich nur 21 Sekunden später gegen Pfrontens Schlussfrau Franziska Albl durch, nachdem ein Verteidiger der Falcons die Scheibe hinter dem Tor verloren hatte. Mit dem schnellen Ausgleich zum 3:3 in nicht mal einer Minute gingen die Gäste, nach der ersten Euphorie, leicht niedergeschlagen dann auch in die Pause.

Das zweite Drittel begann eigentlich mit einem Tor für die Falcons, welches allerdings von den Unparteiischen nicht gegeben wurde. Stattdessen musste Philipp Birk (24.) beim Zuspiel von Dustin Vycichlo und Erik Schönberger die Scheibe nur noch ins leere Tor schieben, um in Führung zu gehen. Nach überstandenen Strafzeiten der Wölfe kam die nächste herausgearbeitete Vorlage von Jos Busch auf den Schläger von Philipp Birk (29.) im Powerplay. Die inzwischen deutlich bessere Partie, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, wurde zunehmend spannender nachdem Pfronten durch Johannes Friedl (33.) zum Anschluss nachlegte. Sichtlich wohl fühlte sich Alexander Schönberger mit seinem Sturmpartner Dustin Vycichlo und beide belohnten sich mit dem dritten Treffer der Partie (36.).

Im letzten Spielabschnitt hatten die Falcons das Glück etwas mehr auf ihrer Seite und Franziska Albl war im Tor gut warm geschossen. Bei den Gästen nutzte Ladislav Hruska (45.) einen Konter in Unterzahl um die Scheibe an Goalie Andreas Nick vorbei einzunetzen. Die Wölfe kämpften sich zwar immer wieder Chancen heraus doch auch auf der Gegenseite kam es zu etlichen Schüssen auf den heimischen Kasten. Ein Bully im Wörishofer Drittel nutzte schließlich Pfrontens Trainer Gerhard Koziol mit einem sechsten Feldspieler zugunsten der Torhüterin. Die Rechnung sollte aufgehen als Joel Titsch (60.) den Puck genau über die Fanghand des Goalies platzierte. Also ging es, wie im Hinspiel, in die Verlängerung. Die nervenaufreibenden fünf Minuten mit drei gegen drei sollten jedoch keine Entscheidung bringen, was zum ersten Penaltyschießen in dieser Saison führte.

Hier zeigten sich Ladislav Hruska und Joel Titsch mit routinierten Treffern, wogegen Franziska Albl mit ihren Paraden glänzte.

Damit zogen die Falcons mit dem Bonuspunkt und dem entscheidenden Penalty an den Wölfen in der Tabelle vorbei. Die letzte Partie des Jahres ist im Fürstenfeldbrucker Freiluftstadion am kommenden Sonntag zu sehen.

Strafzeiten:

EV Bad Wörishofen 22

EV Pfronten 16