U8 spielt BEV Turnier in Königsbrunn

Halten Wölfe eigentlich Winterschlaf?

Zumindest konnte man diesen Eindruck gewinnen, als unsere U8 Mannschaft am 17.02.2018 nach fast dreiwöchiger Abstinenz in Königsbrunn zu ihrem dritten BEV Turnier der Rückrunde antrat.

Im ersten Spiel gegen die Piraten aus Buchloe wirkten die kleinen Wölfe tatsächlich sehr verschlafen, was dazu führte, dass den Buchloern gleich in der zweiten Spielminute das erste Tor gelang. Davon etwas aufgerüttelt, versuchten sie schnellstmöglich den Ausgleich herbeizuführen. Leider gelang es aber nicht, ihr in der Vergangenheit oft gut funktionierendes Zusammenspiel zu zeigen. Anstatt die eigenen Angriffe sauber aufzubauen, war die Partie geprägt von oftmals egoistischen Einzelaktionen, die aber meist durch den überragend agierenden Goalie der Piraten vor der gegnerischen Torlinie ihr Ende fanden. Statt daraus zu lernen, wurden durch die mangelnde Koordination den Buchloern sogar mehr als einmal Vorlagen geliefert, welche diese dankend annahmen und gut umzusetzen wussten. So kann man noch von Glück sagen, dass das erste Spiel des Tages doch nur sehr knapp mit 3:4 verloren ging.

Anscheinend hatte der Coach die Mannschaft in der Pause nicht eindringlich genug ins Gebet genommen, denn im zweiten Spiel gegen die Eisbären aus Burgau konnten diese über weite Strecken ebenfalls nicht beherrscht werden. Wieder wurden Alleingänge mit Tunnelblick gezeigt, bei denen man sich gegenseitig behinderte und sogar eigene Mitspieler abgedrängte. Aber auch in der Abwehr wurde ordentlich gepatzt, was schlussendlich dazu führte, dass der Wölfe-Torwart insgesamt fünfmal nach hinten greifen musste. Allerdings hatte Fortuna hier ein Nachsehen. Das Spiel konnte, trotz überschaubarer Gesamtleistung, mit 7:5 gewonnen werden.

Im dritten und letzten Spiel gegen die Gastgeber aus Königsbrunn platzte dann der Knoten. Auf einmal fanden die kleinen Wölfe zu ihrer alten Stärke zurück, zeigten gute Kombinationen und spielten endlich wieder als Team. Gegen einen so erstarkten Gegner fanden die Pinguine aus Königsbrunn dann auch kein Mittel und mussten sich nach 24 min mit 1:7 geschlagen geben.

Dass die kleinen Wölfe spielen können, haben sie ja bereits mehrmals unter Beweis gestellt. Warum sie im heutigen Turnier erst so spät in den Tritt kamen, bleibt vorerst ihr Geheimnis. Zu hoffen ist nur, dass sie schnellstmöglich wieder zu ihrer alten Form zurückfinden, um am 03.03.2018 vor Heimischen Publikum in alter Manie überzeugen zu können, ohne sich vorher unsanft aus dem Winterschlaf wecken lassen zu müssen.

(Gunther Schöner)