Tolles Spiel und doch keine Punkte

Mit einem regelrechten Feuerwerk starteten die Sharks vom ESC Kempten auf Marius Münch im Tor der Wölfe, aber der Goalie war auf der Hut, genauso die Verteidiger vom Hinspiel am letzten Freitag vorgewarnt. Doch auch auf der Gegenseite hatte Martin Niemz in seinem Kasten einige Möglichkeiten der Wörishofer zu vereiteln. Nachdem der erste Kemptener auf der Strafbank Platz nehmen musste dauerte diese nur 31 Sekunden nachdem Patrick Münch (14.) das Zuspiel von Christoph Seitz und Dominic Weis mit einem platzierten ansatzlosen Schlenzer einnetzte. Die Führung dauerte allerdings keine drei Minuten, denn die Sharks zeigten ein starkes Powerplay und obwohl die Wölfe lange gut dagegen hielten, versenkte Adrian Kastel-Dahl (16.) eine Vorlage von Eugen Scheffer zum 1:1 Pausenstand.

Im zweite Drittel zeigten beide Teams ihre Kampfstärke und vollen Einsatz. Auf Seiten der Wölfe kam Philipp Birk nach einem Konter in Unterzahl nicht richtig zum Schuss, sodass Martin Niemz keine Probleme hatte die Scheibe zu halten. Auch Marius Münch verhinderte nur kurz darauf einen Rückstand nachdem David Hornak von den Sharks allein auf´s Tor lief verzögerte er geschickt und der Puck fand keinen Weg ins Netz. Bis zum Ende des Drittels kam also nichts Zählbares mehr auf die Uhr was eindeutig den guten Schlussmännern beider Mannschaften zu verdanken war.

Das blieb auch nach der Pause trotz schnellem Spiel und etlichen Möglichkeiten auf beiden Seiten so. Als die Wölfe immer mehr Druck aufbauten und schöne Chancen mit Patrick Münch, Christoph Seitz und Tobias Huber herausgearbeitet hatten, nahmen die Sharks um Matthias Weißschuh ihr Auszeit. Dieser fand wohl auch die richtigen Worte oder Taktik, denn Nikolas Oppenberger (52.) und Tobias Epp gelang kurz darauf der Konter zum Führungstreffer. Eine folgende doppelte Strafe gegen die Wölfe heizte die Gemüter der mitgereisten Fans auf und die Sharks nutzten die Chance der Überzahl erneut mit Adrian Kastel-Dahl (56.). Marius Münch zeigte weitere gute Paraden, doch nach einem unschönen Foul hinter dem Tor, was zu einer 5+Spieldauerstrafe gegen die Wörishofer führte, musste der junge Goalie noch einen Treffer von Tobias Epp (60.) zum 1:4 Endstand hinnehmen.

Die Wölfe zeigten zwar ein gutes Spiel gegen hoch motivierte Kemptener, doch zu weiteren Punkten reichte es am Ende auch durch dumme Strafzeiten nicht aus. Auch am Sonntag wartet auf die Wölfe eine schwere Partie, gegen die Devils aus Ulm, die mit erst zwei Niederlagen (aber auch drei Spielen weniger) auf Platz sechs der Tabelle stehen, gibt es ein Wiedersehen mit einigen ehemaligen Teamkollegen und Robert Linke als Coach.

Strafzeiten:

EV Bad Wörishofen 15 + Spieldauer

ESC Kempten 10