Sportlicher Abstieg für die Wölfe aus der Landesliga

Die Gäste aus Trostberg traten mit dem gleichen Kader wie bereits am Abend zuvor in der Wörishofer Arena zum zweiten Play Down Finalspiel der Landesliga an. Beide Teams schenkten sich auch in diesem Aufeinandertreffen nichts. Leichte Vorteile aufseiten der Chiefs, die hervorragend von Ercan Kumru im Wölfe Tor entschärft wurden, boten sich der spärlichen Zuschauerzahl. Auch auf den Tribünen zeigte sich ein Überhang auf der Seite der Gäste. Doch die Trostberger schätzten ihre Gegner diesmal besser ein und nutzten ihre zweite Überzahl mit Dominik Tobola (18.) zum Führungstreffer bevor es in die Pause ging.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erarbeiteten sich die Wörishofer einige gute Möglichkeiten, aber Marco Fichtl traf nach einem Alleingang lediglich in die Fanghand von Keeper Dax Deadrick. Bei einer angezeigten Strafe gegen die Wölfe nutzten die Trostberger den Vorteil direkt mit Antonin Jelinek (27.), obwohl sie in Unterzahl agierten. Im kurz darauf folgenden Powerplay der Wölfe verpasste es hingegen Franz Schmidt einen Abpraller im Netz zu versenken, was den Gästen im kurz darauf mit Dominik Tobola (31.) erneut gelang. Ercan Kumru zeigte weiterhin gute Paraden und entschärfte etliche Situationen vor seinem Tor, ab und an auch mit etwas Glück auf seiner Seite. Wie bereits am Samstag zeigte von den Junioren Lukas Oppolzer erneut eine gute Leistung und belohnte sich mit einem Traumtor in der letzten Minute des Drittels, indem er die Scheibe nach einem Zuspiel von Franz Schmidt aus fast unmöglichem Winkel vorbei am Trostberger Goalie im Netz versenkte. Mit einem 1:3 Zwischenstand ging es somit in die nächste Pause.

Trainer Heinz Feilmeier hatte in seiner Ansprache wohl klar gemacht, dass die Partie auch noch leicht hätte kippen können, wenn weiterhin so viele Strafen von seinem Team genommen würden. Obwohl die Wölfe immer wieder alles versuchten, das Scheibenglück war auch an diesem Abend nicht auf ihrer Seite und zuletzt machte es Dax Deadrick im Tor der Chiefs den Spielern von Andreas Nuffer auch nicht gerade leicht. Stattdessen trug sich Milan Blaha jun. (46.) in die Torschützenliste der Gäste ein. Weitere Strafzeiten für die Wörishofer machten es danach dann unmöglich den Rückstand noch aufzuholen. Stattdessen  legte Wayne Grapentine (59.) zum 5:1 Endstand bei doppelter Überzahl nach. Die Enttäuschung stand in den Gesichtern geschrieben und nun bleibt den Wölfen nur noch die Hoffnung durch die Entscheidung am „grünen Tisch“ in der Liga zu verbleiben, wie es in den letzten Jahren immer wieder praktiziert wurde. Unter den Bezirksligisten stehen derweil Mittenwald und Bayreuth an den ersten beiden Plätzen der Halbfinals.

Mit wie vielen Vereinen der Verband die Landesliga in der nächsten Saison in den Spielbetrieb schicken wird muss jedoch noch abgewartet werden. Erneut stellt sich nach einem solchen Spiel für die Verantwortlichen der Wölfe  die Frage, warum es in der Landesliga nicht auch die Beschränkung auf zwei Kontingentspieler, wie für die Bayernliga, geben kann. Die Wörishofer werden jedenfalls weiterhin versuchen möglichst viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für die Senioren auszubilden und zu integrieren. Die jungen Spieler haben sich in den beiden Begegnungen gut geschlagen und für ihre letzten Partien in der U20 Bayernliga sicherlich noch einiges an Erfahrung mit genommen. Am kommenden Freitag spielt die Mannschaft von Trainer Robert Macht in der heimischen Arena gegen den ESC Dorfen um 20 Uhr.

Strafen:

EV Bad Wörishofen 22

TSV Trostberg 22