Spielbericht Endturnier Jugend vom 11.03.2017

Nur ein Tor trennt die Jungwölfe letztlich vom Turniersieg der Landesliga Endrunde an einem durchwegs spannenden Spieltag

(Uta Kollmeder) Gleich in der ersten Begegnung morgens um 8:00 Uhr sollte die Entscheidung für die Platzierungen fallen, doch das ahnten weder Spieler noch Verantwortliche in diesem Moment. In der ersten Spielpaarung trafen die Wölfe auf den Nachbarn aus Peissenberg, der sich erst am letzten Spieltag seine Teilnahme an der Endrunde gegen den EV Pfronten sicherte. Entsprechendes schwirrte vermutlich in den Köpfen des Teams von Stefan Drexl und Dominik Weis herum. Die Turnierregeln gaben zwei separat gewertete Spielabschnitte mit jeweils 18 Minuten und einer kurzen Pause dazwischen vor. Das kam den Wörishofern nicht entgegen, da die Mannschaft bereits in der Meisterrunde öfter mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Trotz intensivem Aufwärmen in der morgendlichen Kälte fanden die Wölfe nicht schnell genug ins Spiel und mussten den Führungstreffer der Peissenberger  durch Simon Sendl hinnehmen (9.). Danach dauerte es keine Minute bis zum Ausgleich nach einer perfekten Vorlage von Gianluca Barnes  und Jos Busch netzte Bernhard Sprenzl den Ausgleich ein (10.). Zwar gab es auch weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten, aber es blieb beim 1:1 für die erste Wertung. Nach der kurzen Pause schaffte es das Trainergespann mit Unterstützung von Robert Linke (Trainer der Senioren Landesliga der Wölfe) die Jungs zu mehr Selbstvertrauen zu motivieren. Gleich zu Beginn gingen die Jungs durch Zuspiel von Alexander Grandl auf Alexander Wandinger in Führung (4.). In der Folge scheiterten sie jedoch immer wieder an der starken Torhüterin der Gäste Vanessa Tom Felde oder trafen das Tor nicht mehr. Besser gelang dies den Peissenbergern mit Moritz Müller (7.) und Lukas Morawski (8.) denen die Wölfe nicht mehr genug entgegen setzten um die 2:1 Niederlage zu verhindern.

Von den weitgereisten Gästen zeigten die Bayreuth Tigers gleich in der Partie gegen Passau ihre Stärke und dominierten mit zwei Siegen 2:1 und 5:2. Nach der Eisbereitung und Erholung der Aktiven lieferte die nächste Begegnung zwischen dem TSV Peissenberg und dem EHF Passau ein kampfbetontes Spiel mit jeweils einem Sieg für beide Teams (aus Sicht der Peissenberger) 0:1 und 3:2.

Im Anschluss lieferten sich die Wölfe gegen die Bayreuth Tigers die intensivste Partie des Tages. Um noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben setzten die Wörishofer Trainer alles auf eine Karte und agierten meist mit den stärksten Spielern. Letztlich scheiterte es an der Torausbeute die aufgrund der Möglichkeiten klar für den Gastgeber hätte ausgehen müssen. Doch die Scheibe fand den Weg ins Netz im ersten Spielabschnitt auf beiden Seiten nicht und auch die zweite Partie gestaltete sich weiter ausgeglichen. Der erste Treffer ging auf das Konto der Bayreuther, dass Jean-Maurice Meixner erzielte (8.). Doch die Wölfe setzten sofort zum Gegenschlag an und Jan Kollmeder legte für Alexander Wandinger zum Ausgleich vor. Nachdem nur ein Sieg noch die Möglichkeit auf den sicheren ersten Tabellenplatz bedeutet hätte setzten die Trainer alles auf eine Karte und Laura Egger musste, ihr bis dahin gut behütetes Tor, zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen, nachdem die Tigers kurz vor Ende noch eine Strafe kassierten. Dem Druck der Überzahl hielten die Bayreuther jedoch Stand und so blieb es auch in der zweiten Wertung bei einem 1:1 Unentschieden.

Nach einer Stärkung für die Spieler und 45 Minuten Pause musste Bayreuth jedoch schnell zum letzten Vergleich antreten. Der Mannschaft war das schnelle Spiel gegen die Wölfe noch deutlich anzumerken und so kamen sie auch gegen den TSV Peissenberg nicht über zwei weitere Unentschieden mit jeweils 1:1 hinaus.

Für die Gastgeber hieß es nun noch einmal zu zeigen was in ihnen steckt. Gegen den mit drei Niederlagen bereits abgeschlagenen EHF Passau gelang dem Team nun wie befreit fast alles. So trafen im ersten Abschnitt Gianluca Barnes und danach mit zwei astreinen Treffern Lukas Oppolzer zum 3:0 Sieg. Die zweite Begegnung viel noch deutlicher aus und den Wölfen war die Spielfreude deutlich anzumerken. Hier wurde endlich auch der Lohn in Toren geerntet. Bereits nach 21 Sekunden traf Lucas Conrad zur Führung, gefolgt von Gianluca Barnes (4.), Bernhard Sprenzl (7.), Alexander Wandinger (9.), Sandro Lewalder (10.) und Jos Busch (13.). Lediglich in der zweiten Spielminute musste Marcel Paul im Tor der Wölfe hinter sich die Scheibe aus dem Tor fischen. Unter dem Strich erreichten die Wölfe jedoch nur den dritten Platz, da bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich (in dem Fall mit dem TSV Peissenberg) zählte.

Bei der anschließenden Siegerehrung stand der EHC Bayreuth mit acht Punkten an der Tabellenspitze und wurde vom Vertreter des BEV Herrn Gabriel Bertl beglückwünscht. Abzuwarten bleibt jedoch für alle Beteiligten die Entwicklung in den Ligen und die Entscheidungen des Verbandes, ob ein Team in die nächsthöhere Bayernliga aufsteigen kann.

Im Anschluss steht für Trainer und Verantwortliche der Wölfe fest: „Unser Ziel in der Bayernliga dabei zu sein würde den Spielern und dem Verein sehr gut tun. Wir machen eine ordentliche Arbeit und sind bereit für neue Herausforderungen.“

Stefan Drexl als Trainer meint, dass das neu eingeführte Turnier ja nur eine Tagesleistung zeigt und der Modus sich sicher auch noch verbessern lasse. Zwei mal 18 Minuten ohne Eisbereitung zu spielen, anstatt wie bei dem letztjährigen Modus in dem die Gruppenersten in Hin- und Rückspiel aufeinander trafen, kam seiner Mannschaft nicht unbedingt zugute. Aber grundsätzlich fördern stärkere Gegner die Entwicklung der Spieler und auch den Spaß am Spiel.

Jan Kollmeder, der als Eigengewächs der Wölfe auch schon wiederholt für die Senioren im Einsatz war und seit 13 Jahren die Schlittschuhe für den EVW schnürt, schließt sich dem an und sagt: “Wir wachsen mit den Aufgaben, dass sehe ich deutlich wenn ich meine Position in der Verteidigung mit erfahrenen Seniorenspielern verbessern kann. Leider haben wir im ersten Spiel nicht unsere volle Leistung abgerufen, das hat uns den Sieg im Turnier gekostet.“

Topscorer der Wölfe im Turnier war Gianluca Barnes mit zwei Toren und drei Vorlagen hinter Bernhard Sprenzl mit jeweils zwei.

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