Play-off Viertelfinale EV Dingolfing gegen EV Bad Wörishofen am 10.02.2017

Zersplitterte Scheibe bringt die Wölfe aus dem Tritt

(Uta Kollmeder) Vielleicht nicht spielentscheidend, aber sicher der Anfang der Wende in der 1. Begegnung der Play-Offs ist die Zwangspause nach einer zerbrochenen Scheibe der Bande in Dingolfing. In der 29. Spielminute musste die Partie für eine „Zusatzpause“ unterbrochen werden, nachdem ein Check das Glas zu Bruch brachte, um Scherben zu beseitigen und das Eis wieder spielfähig zu machen.

Die Partie begann zur Überraschung der Gastgeber mit viel Druck von Seiten der Wölfe. Bereits in der 2. Minute hatte Andreas Pross die erste Möglichkeit. Dingolfing brauchte dagegen deutlich länger um sich an den neuen Gegner zu gewöhnen. Aus einem schnellen Vorchecking heraus versenkte Peter Brückner (5.) das Zuspiel durch Florian Kaiser zum verdienten Führungstreffer in den Maschen. Aufgewacht durch den Rückstand arbeiteten sich die Dingolfinger mehr Möglichkeiten heraus, doch der starke Rückhalt im Tor der Wölfe war an diesem Abend immer wieder Ercan Kurmu im Tor. Die wenigen Strafzeiten auf beiden Seiten blieben ungenutzt, wobei beide Teams hier einige Möglichkeiten generieren konnten.

Die folgende Pause wurde durch ein kleines Show Spiel des Dingolfinger Nachwuchses verlängert und nachdem die Wölfe das Tempo aus dem 1. Drittel mitnehmen konnten arbeiteten sie weitere Chancen heraus, die jedoch nicht in Zählbares verwandelt wurden. In voller Druckphase der Wörishofer brach schließlich bei einem Check eine Bandenscheibe, nach knapp der Hälfte der Spielzeit wurde also eine Zwischenpause notwendig, um die Begegnung fortzuführen. Die Warterei in der Kabine brachte den Gastgebern nochmal die Möglichkeit sich zu sammeln und die Fehler zu analysieren. Sie kamen deutlich stärker wieder auf das Eis und die Wörishofer zunehmend in Bedrängnis. Steven Meier (31.) nutzte schließlich die Gunst der Stunde um zum Ausgleich zu gelangen. Die beste Chance wieder in Führung zu gehen hatte  danach noch Peter Brückner bei einem Konter streifte er jedoch nur den Pfosten an der Außenseite des Tors.

Nach der zweiten Eisbereitung fanden die Gastgeber schließlich immer besser in die Partie und den Wölfen fehlten mit Patrick Münch, Bernd Schweinberger, Andreas Walther und Andreas Widmann die erfahrenen Spieler um in dieser Phasen die Übersicht und Ruhe für eine erneute Wendung zu geben. Den „Isar Rats“ gelang nun der Führungstreffer zum 2:1 mit Andreas Herrmann (45.) und gab auch erneuten Schub im Tempo der Gastgeber. Die Wölfe wirkten etwas müde und blieben unter ihren eigentlichen Möglichkeiten. Lediglich Ercan Kumru hielt die Begegnung mit seinen ausgezeichneten Reaktionen weiterhin offen bis kurz vor Schluss hinter seinem Tor der Pass von Daniel Schickaneder direkt auf Philip Weinzierls Schläger kam und die Entscheidung brachte. (59.) Auch zum Schluss hatten die Wölfe nicht mehr die Power nochmal heran zu kommen, obwohl Trainer Robert Linke seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis winkte und eine Strafe ein Spiel mit 6 gegen 4 Feldspielern erlaubte. Letztlich verdient bejubelte also der EV Dingolfing den 3:1 Sieg seiner Mannschaft.

Nun gilt es die Partie schnell ab zu haken und die Wölfe auf das Rückspiel am Sonntag ein zu stellen. Dingolfing ist ein unangenehmer Gegner der in erster Linie mit seinen erfahrenen Spielern agiert. Hier gilt es direkt am Mann zu bleiben und letztlich müssen einfach die Chancen besser genutzt werden um noch die Möglichkeit für eine dritte Begegnung in Dingolfing offen zu halten.

Strafen:

EV Dingolfing 12 + 10 Maier

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